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Bildung & Kommunikation

Wer versteht,
macht mit.

Keine Wärmepumpe und keine Solaranlage kommt ohne Menschen aus, die sie wollen.

Einstieg

Keine Wärmepumpe und keine Solaranlage kommt ohne Menschen aus, die sie wollen. Deshalb fängt Klimaschutz nicht im Heizkeller an, sondern in Köpfen: bei der Klimaschutzbeauftragten, die ihren Kirchengemeinderat überzeugen muss, beim Küster, der die Heizung bedient, bei den Kindern in der Kita, die den Kompost anlegen, bei den Konfirmandinnen und Konfirmanden, die fragen, was Schöpfung mit ihrem Alltag zu tun hat. In diesem Feld sparen wir keine Tonnen, hier entsteht das, was Tonnen spart: Wissen, Lust und das Gefühl, nicht allein zu sein. Wir bringen Formate, Material und Leute zusammen, und wir erzählen weiter, was in euren Gemeinden schon gelingt.

Wo wir stehen

Es gibt im Kirchenkreis und in der Nordkirche schon viele gute Bildungsangebote zum Klimaschutz. Das Problem ist selten der Mangel an Angeboten, sondern dass sie die Menschen nicht erreichen, die sie brauchen: Die Einladung geht im Postfach unter, der Termin passt nicht, oder niemand in der Gemeinde weiß, dass es die Fortbildung gibt. Das Klimaschutzkonzept sieht deshalb vor, Bildung und Kommunikation nicht als Beiwerk, sondern als festen Teil der Arbeit mit Haupt- und Ehrenamtlichen zu verankern, mit klaren Schwerpunkten und einer Sprache, die Chancen zeigt statt Verzicht zu predigen. Die Klimawerkstatt ist dafür die Stelle, die den Überblick hat.

Darum geht’s
Wissen, Lust und das Gefühl,
nicht allein zu sein.

Womit ihr anfangen könnt

Für Klimaschutz­beauftragte und Kirchen­gemeinderäte

Viele Klimaschutzbeauftragte sind Ehrenamtliche, die das Thema in ihrer Gemeinde allein vertreten, neben Beruf und Familie und oft ohne Vorwissen in Gebäudetechnik oder Beschaffung. Ihr sollt es nicht allein machen. Wir laden regelmäßig zum Austausch ein, in dem Klimaschutzbeauftragte aus dem ganzen Kirchenkreis voneinander erfahren, was funktioniert hat und was nicht. Wir kommen in eure Kirchengemeinderatssitzung und erklären in einer halben Stunde, was der Energiebericht eurer Gemeinde bedeutet und welche Schritte sich lohnen. Und wir haben Material, das ihr weitergeben könnt: Handreichungen, Checklisten, Vorlagen für Beschlüsse, damit Klimaschutz auf der Tagesordnung steht und nicht unter Verschiedenes.

Ihr sollt es nicht
allein machen.

Für Kitas

Kinder lernen Klimaschutz nicht aus Vorträgen, sondern aus dem, was sie tun: Gemüse ziehen, Wasser sparen, Insekten beobachten, Müll trennen. „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ heißt das in der Fachsprache, und es bedeutet, dass Nachhaltigkeit im Kita-Alltag vorkommt, nicht als Projektwoche, sondern jeden Tag. Wir unterstützen Kitas dabei mit Fortbildungen für die Fachkräfte, mit Materialien und mit der Begleitung zu Auszeichnungen.

Aus der Praxis

Matthäus tolle Wiese

Die Ev.-Luth. Kita Matthäus hat für ihr Projekt „Matthäus tolle Wiese“ die Auszeichnung KITA21 erhalten. 2025 haben Mitarbeitende des Kita-Werks eine Fortbildung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung mit der Umweltstiftung S.O.F. besucht.

Für junge Menschen

Die Frage nach der Bewahrung der Schöpfung ist für Jugendliche keine abstrakte. Es ist ihre Zukunft, um die es geht. Deshalb entwickeln wir Angebote für Konfirmandinnen und Konfirmanden, für Pfadfindergruppen und für junge Erwachsene bis 25: Einheiten für den Konfirmandenunterricht, Gottesdienstformen, die Glauben und Nachhaltigkeit zusammenbringen, Aktionen mit der Jugendkirche des Kirchenkreises. Beim Girls’ & Boys’ Day öffnen wir die Klimawerkstatt für Schülerinnen und Schüler, die sehen wollen, wie Klimaschutz als Beruf aussieht. Wenn ihr in eurer Gemeinde mit jungen Menschen arbeitet und ein Thema sucht, meldet euch; wir haben Bausteine, die ihr anpassen könnt.

Es ist ihre Zukunft,
um die es geht.

Geschichten weitererzählen

Im Kirchenkreis passiert mehr, als die meisten wissen: eine Gemeinde baut eine Solaranlage, eine Kita legt eine Wiese an, ein Friedhof pflanzt einen kleinen Wald. Wir sammeln diese Beispiele und erzählen sie weiter, im Blog auf dieser Website, im Kirchenkreis-Newsletter und im Intranet, damit andere Gemeinden sehen, was möglich ist, und die Menschen, die es gemacht haben, die Anerkennung bekommen, die ihnen zusteht. Seit 2024 gibt es außerdem den „Klimasong des Monats“, eine monatliche Reihe, die ein Lied mit einem Gedanken zum Klimaschutz verbindet; die sechste Folge im Januar 2025 war „Mein Freund der Baum“.

Wenn in eurer Gemeinde etwas gelungen ist, schreibt uns. Es muss kein Leuchtturm sein. Gerade die kleinen Beispiele machen anderen Mut.

Sprecht uns an

Ob ihr einen Vortrag für den Kirchengemeinderat braucht, eine Fortbildung für die Kita oder eine Idee für die Konfi-Freizeit: Ein Anruf reicht. Die Beratung kostet euch nichts.

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Pia Matta

Klimaschutzkoordination

Kirchengemeinden, Klimaschutzbeauftragte, Biodiversität

Matthias Marx

Klimaschutzmanager

Klimaschutzkonzept, Netzwerke, Öffentlichkeitsarbeit