Zum Hauptinhalt springen
Projekte aus der Praxis

Starkes Signal für den Klimaschutz: Klima-Netzwerk-treffen erstmals bei uns im Kirchenkreis

19. März 2026

 Mit großer Energie, spürbarer Aufbruchsstimmung und viel positiver Resonanz fand das Treffen der kommunalen und kirchlichen Klimaschutzmanager*innen in Schleswig-Holstein am 18.03.2026 bei uns im Haus der Kirche statt. Die Veranstaltung war in mehrfacher Hinsicht besonders: Erstmals wurde das etablierte Netzwerktreffen von einem kirchlichen Träger ausgerichtet – und es war die Klimawerkstatt, die dieses bedeutende Format erfolgreich „ins Haus geholt“ und organisiert hat. Ein starkes Signal für die Rolle kirchlicher Akteur*innen im Klimaschutz – und ein voller Erfolg.

Rund 200 Mitglieder zählt das seit 2013 bestehende Klima-Netzwerk Schleswig-Holstein. Dass dieses wichtige Austauschformat nun erstmals in kirchlicher Verantwortung stattfand, wurde von vielen Teilnehmenden ausdrücklich begrüßt. Die Klimawerkstatt hat damit nicht nur organisatorisch überzeugt, sondern auch gezeigt, wie engagiert und professionell Kirche im Klimaschutz agieren kann.

Schon die Begrüßung durch Geschäftsführer Kris Heitmann von bauwerk KIRCHLICHE IMMOBILIEN machte deutlich: Hier kommen unterschiedliche Perspektiven zusammen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Der anschließende Vortrag „Klimaschutz Kirche und Kommune“ von Matthias Marx und Jonas Fischer verdeutlichte eindrucksvoll, wie fruchtbar diese Zusammenarbeit bereits ist – und welches Potenzial noch darin steckt.

Ein besonderes Highlight war der Beitrag von Rabea Koss zum Klima-Bürger*innenrat, der auf großes Interesse stieß und in einem sehr gut besuchten Workshop weiter vertieft wurde. In unserem Kirchenkreis in der Stadt Pinneberg wird solch ein Bürgerrat im Herbst dieses Jahres einberufen. Ebenso inspirierend war der Input von Dr. Martin Peters zu den „Klimaboomern“, der neue Denkansätze eröffnete. Zusammen mit unserem Synodalen Knut Ole Jensen standen diese für weitere Diskussionen im Laufe des Tages zur Verfügung. 

Im Mittelpunkt stand jedoch vor allem der persönliche Austausch: In intensiven Workshoprunden und beim thematischen Netzwerken arbeiteten die Teilnehmenden praxisnah an zentralen Fragen des Klimaschutzes – von nachhaltiger Beschaffung über 

Fördermöglichkeiten bis hin zu innovativen Tools und Strategien. Die Vielfalt der Themen und die Offenheit im Austausch machten den Tag besonders lebendig und gewinnbringend.

Auch die Rahmenbedingungen trugen zur hervorragenden Atmosphäre bei: Bei einem ausgezeichneten Mittagessen unserer Kolleg*innen von Bugenhagen Catering und in den Pausen wurde weiter diskutiert, gelacht und vernetzt. Genau diese Mischung aus fachlichem Input und persönlichem Miteinander ist es, die das Netzwerk seit Jahren trägt – und die bei diesem Treffen besonders spürbar war.

Zum Abschluss fand Pröpstin Anja Botta wertschätzende Worte für das Engagement aller Beteiligten und hob die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit hervor. 

Ein gemeinsamer Spaziergang ins Niendorfer Gehege und ein anschließendes freiwilliges Abendessen rundeten den Tag in entspannter und kollegialer Atmosphäre ab.

Das Netzwerk, das bewusst ohne feste Struktur organisiert ist und vom Engagement seiner Mitglieder lebt, blickt nun auf zwei weitere große Treffen in Neumünster und Kiel. Unterstützt wird es durch eine Online-Plattform, die Netzwerkassistenz von Sophie Baban (EKSH) sowie Ansprechpersonen aus verschiedenen Bereichen – darunter aktuell Matthias Marx für die kirchliche Perspektive.

Die Begeisterung der Teilnehmenden machte deutlich: Dieses Netzwerktreffen war etwas Besonderes. Dass die Klimawerkstatt die Veranstaltung erstmals in kirchliche Trägerschaft geholt hat, wurde nicht nur als organisatorischer Erfolg wahrgenommen – sondern als wichtiger Schritt für eine noch engere und wirkungsvollere Zusammenarbeit von Kirche und Kommunen im Klimaschutz.

Text und Bilder: Matthias Marx